Pressemitteilung der Alternativen Liste - Fachschaftenliste der Universität Duisburg-Essen vom 28.05.2008
AStA stellt VRR-Ticket in Frage An der Universität Duisburg-Essen findet in der Woche vom 09. bis zum 13. Juni parallel zu den Wahlen zum Studierendenparlament eine Urabstimmung zum NRW-Ticket statt. Die Studierenden entscheiden, ob das seit Jahren für alle gültige Ticket des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr für maximal 37 Euro Mehrkosten pro Semester zu einem NRW-weiten Ticket erweitert wird. Des Weiteren stellt der AStA in dieser Urabstimmung das VRR-Ticket überhaupt in Frage.
Den Beschluss zur Urabstimmung über das NRW-Ticket fasste das Studierendenparlament bereits Anfang des Jahres. Die Gefährdung des VRR-Tickets sei ein Alleingang der AStA-Koalition ohne jede Berechtigung, so Sarah Stockmann, Alternative Liste – Fachschaftenliste. „Dass das VRR-Ticket an unserer Universität in Frage gestellt wird, wurde nie in den zuständigen Gremien besprochen oder gar abgestimmt. Ich halte es für höchst unwahrscheinlich, dass diese Gremien der Möglichkeit der Abschaffung des VRR-Tickets zugestimmt hätten.“
Das VRR-Ticket basiert auf dem Solidaritätsprinzip. Alle Studierenden erwerben demnach das Ticket bei ihrer Rückmeldung in jedem Semester, unabhängig davon, ob sie es regelmäßig nutzen. Die Universität Duisburg-Essen ist eine Pendler-Uni mit Studierenden aus dem ganzen Ruhrgebiet. Außerdem verfügt die Hochschule über zwei Campi, die momentan nur durch öffentliche Verkehrsmittel miteinander verbunden sind. Gerade Studierende aus bildungsfernen Schichten oder BAföG-Empfänger, die sich kein Auto leisten können, nutzen dieses Ticket verstärkt.
Sven Nauermann, Alternative Liste – Fachschaftenliste, sieht die Infragestellung des VRR-Tickets durch den AStA als unsoziale Politikgestaltung. „Wir halten das in Eigenregie geplante Verfahren des AStAs und die bewusste Umgehung der zuständigen Gremien für rechtswidrig und höchst undemokratisch. Wenn Studierende das VRR-Ticket unabhängig von der Hochschule erwerben müssen, kommen neben der Belastung durch die Studiengebühren hohe Kosten auf sie zu. Das können sich viele sicher nicht leisten.“ Nauermann sieht die Gefahr, dass der rapide Rückgang der Studierenden sich weiter verschärft. „Wir werden den Vorgang rechtlich prüfen lassen. Ein bewusstes Hintergehen der zuständigen Gremien kann nur den Rücktritt aller beteiligten Personen zur Folge haben.“
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Presse:
Der Westen - Bremse fürs Semesterticket / 29.05.2008
Der Westen - Notbremse fürs Semesterticket? / 30.05.2008

NRZ - 29.05.2008